Familypark Erweiterung - so gehts für uns weiter…
Der Gemeinderat hat am 24. Juni den Teilbebauungsplan für die Erweiterung des Familyparks beschlossen. Unser Antrag, vor der Entscheidung eine unabhängige Welterbe-Prüfung durchzuführen, wurde von der Mehrheit abgelehnt. Damit ist die Sache für uns aber nicht erledigt.
Bevor der Plan gilt, muß ihn die Burgenländische Landesregierung als Aufsichtsbehörde genehmigen. Genau dort haben wir nun eine Eingabe gemacht. Wir haben die zuständige Abteilung ersucht, den Beschluss noch einmal genau zu prüfen, und zwar aus zwei Gründen.
Erstens wurde die zulässige absolute Bauhöhe ü. A. für die neuen Flächen erst nach den fachlichen Stellungnahmen festgelegt. Die Gutachter von Landschaftsschutz und Welterbe haben im Februar eine Fassung beurteilt, in der es für die Erweiterungsflächen noch keine absolute Höhengrenze gab. Beschlossen wurde nun eine Grenze von 180 Metern über Adria. Das sind 8 Meter mehr, als im bestehenden Park erlaubt ist, ausgerechnet in jenem Bereich, den die Gutachter selbst als besonders einsehbar und sensibel einstufen. Diese konkrete Festlegung hat keine Fachstelle je beurteilt.
Zweitens stützt sich die Unbedenklichkeit des Plans auf eine Bepflanzung, die ihre Wirkung laut den eigenen Unterlagen des Landes erst in rund 50 Jahren voll entfaltet. Bis dahin bleiben die bis zu 25 Meter hohen “linienhaften” “nicht raumbildenden” Bauteile weithin sichtbar - wenn auch nur linienhaft und nicht raumbildend aber dennoch mitten in der Kernzone des UNESCO-Weltkulturerbes.
Wir hoffen, daß die Behörde einlenkt und diese offenen Punkte ernst nimmt. Das Beste für alle Beteiligten wäre, wenn die Entwicklung dieser neuen Fläche noch einmal objektiv und transparent betrachtet wird, mit ergänzenden fachlichen Stellungnahmen zur tatsächlich beschlossenen Fassung. Wir wollen, daß die wirtschaftlichen Interessen des Familyparks und die Lebensqualität der Menschen vor Ort vereinbar bleiben. Es geht darum, daß eine Entscheidung von dieser Tragweite auf einer Grundlage steht, die einer unabhängigen Prüfung standhält. Rust und diese einzigartige Landschaft haben sich das verdient.
Wir halten euch über die weiteren Schritte auf dem Laufenden.
Markus Hammer
Forum Zukunft Rust